In der Traditionellen Tibetischen Medizin (TTM) wird der Mensch als Ganzes, also Körper, Energie und Geist, betrachtet. Sie geht davon aus, dass der Mensch für sich selbst verantwortlich ist und damit für seine Krankheit und Heilung. Ihre Hauptziele sind die Vorbeugung von Krankheiten durch eine angemessene Ernährung und Lebensweise, die Herstellung des Gleichgewichts, wenn der Körper energetisch aus der Balance geraten ist und Krankheit daraus entstanden ist. Die wichtigste Rolle kommt dabei der Energie zu. Ist sie im Ungleichgewicht, geraten auch Körper und Geist außer Balance.
Die Energie entsteht nach der Traditionellen Tibetischen Medizin aus den fünf Elementen Raum, Erde, Wind, Feuer und Wasser. Entscheidend für diese Art der Betrachtung kommen die drei Körpersäfte Wind (Lung), Galle (Tripa) und Schleim (Beken) hinzu, denen eine neutrale, heiße und kalte Qualität zugeordnet wird. Stehen die drei Körpersäfte miteinander im Gleichgewicht, ist alles okay. Gerät ein Körpersaft oder geraten mehrere KÖrpersäfte zueinander ins Ungleichgewicht, entsteht Krankheit.
